USV II: Hohe Niederlage in Löberitz

Der Wettkampftag begann mit einer schlechten Nachricht. Der bei uns für das achte Brett vorgesehene Spieler musste aus verständlichen Gründen kurzfristig absagen. Neben dem kampflosen Punkt stand somit auch die nicht ganz einfache Entscheidung, ob das letzte oder das erste Brett freigelassen werden soll. Wir entschieden uns für Letzteres, wenngleich sich dadurch für uns alle die Farbe änderte und somit jegliche Vorbereitung wertlos wurde.

In den ersten Stunden habe ich von den anderen Brettern leider wenig mitbekommen. Mein Gegner Reyk Schäfer opferte in einer vorbereiten Variante schon im 5. Zug eine Figur. Obwohl es sich um eine Eröffnung handelte, die ich seit Jahren regelmäßig spiele, konnte ich mich an die konkreten Abspiele nach dem Opfer nicht erinnern, sodass ich schnell einen sehr hohen Zeitverbrauch hatte (über eine Stunde mehr als mein Gegner).

Als die Zeitnot nach dem 40. Zug überwunden war und ich auch im Hinblick auf meine Stellung optimistisch sein konnte, brachte der Blick auf den Spielberichtsbogen leider die Erkenntnis, dass wir mittlerweile 0:4 zurücklagen. Die verbliebenen Stellungen ließen auch keine Hoffnung zu, dass noch der Ausgleich gelingen könnte.

Stefan holte dann am 8. Brett den ersten halben Punkt für unsere Mannschaft, ehe mein Gegner zum Zeichen der Kapitulation die Uhr anhielt. Nach einer weiteren Niederlage an Brett 2 lief noch ein interessantes Endspiel am 4. Brett, bei dem wir auf einen vollen Punkt für Thomas Hentzgen hoffen konnten. Christian Böhm verteidigte sich aber erfindungsreich, sodass schließlich nur noch die beiden Könige übrigblieben. Das Endergebnis von 2:6 ist für uns natürlich enttäuschend und erhöht die Abstiegsgefahr beträchtlich. Die nächste Begegnung gegen das ebenfalls abstiegsbedrohte Team aus Gräfenhainichen erhält daher einen hohen Stellenwert.